Azubigesundheit bei Edeka: Wieso ist sie so wichtig und notwendig?
Welche Rolle spielen Auszubildende und Young Professionals für EDEKA?
Die Ausbildung hat bei der EDEKA Minden-Hannover schon immer eine große Bedeutung. Durch die Vielfalt unserer Unternehmensbereiche können wir 26 verschiedene Ausbildungsberufe sowie drei duale Studiengänge anbieten. In unseren internen Ausbildungsseminaren haben unsere Auszubildenden die Möglichkeit, sich zusätzlich fachlich und persönlich weiterzubilden – die Bandbreite an Themen ist dabei riesig, von Warenkunde bis Gesundheitsthemen. Auch nach der Ausbildung stehen engagierten und motivierten Kolleginnen und Kollegen zahlreiche Weiterbildungsprogramme zur Verfügung – die Möglichkeiten der Weiterentwicklung sind hier nahezu unbegrenzt. Unser Ziel ist es, auch die Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen zu können. (Geschäftsbereichsleiter Personalentwicklung: André Pointmayer)
Die Jahre der Pandemie haben den Mangel an Fachkräften noch einmal verschärft, Fachkräfte sind rar. Auszubildende und Nachwuchskräfte sind deshalb für uns ein unverzichtbarer Bestandteil im Unternehmen, um auch weiterhin die Nr.1 im Lebensmitteleinzelhandel zu sein. (Team Personalmarketing: Björn Petereit/Robin Heidemann)
Was sind aus Ihrer Sicht die drei Hauptmerkmale der Generation Z als Arbeitnehmer:innen?
Die Generation Z wünscht sich ein familiäres Umfeld und legt viel Wert auf eine ausgewogene Work-Life-Balance. Eine jahrzehntelange oder gar eine lebenslange Bindung an ein Unternehmen können sich viele junge Menschen nicht mehr vorstellen. Durch eine intensive Begleitung während der Ausbildung und zahlreiche Möglichkeiten für den weiteren Karriereweg innerhalb der EDEKA Minden-Hannover versuchen wir, die Nachwuchskräfte von einer langfristigen Karriere in unserem Unternehmensverbund zu überzeugen. (Team Personalmarketing: Björn Petereit/Robin Heidemann)
Welchen Wertschöpfungsbeitrag leisten die Auszubildenden im Rahmen Ihrer Tätigkeit für Ihr Unternehmen?
Unsere Auszubildenden und Nachwuchskräfte tragen ebenso wie langjährige Mitarbeitende zum Unternehmenserfolg bei. Mit jungen, frischen Ideen bringen sie unseren Unternehmensverbund weiter voran. (Team Personalmarketing: Björn Petereit/Robin Heidemann)
Wie wichtig ist Ihnen die Azubigesundheit bzw. wo sehen Sie den Mehrwert gesundheitsförderlicher Projekte für die Generation Z für EDEKA?
Die Generation Z stellt für sich selbst besonders die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden in den Vordergrund. Sie bietet daher die idealen Voraussetzungen, dieses Gesundheitsbewusstsein durch gezielte Maßnahmen und Aktionen zur Gesundheitsförderung zu schärfen. Wir geben unseren Auszubildenden zahlreiche praktische Tipps zu den Themen Bewegung, Ergonomie, Motivation, Umgang mit Stress und Ernährung als Mehrwert an die Hand, die ihnen helfen, sich im Berufsalltag gesund zu verhalten.
Die heutigen Auszubildenden sind die Führungskräfte von morgen. Damit sie in ihrer Vorbildfunktion wachsen können, ist es eine Herzenssache unseres Betrieblichen Gesundheitsmanagements, sie mit dem maximalen Wissen zum Thema „Gesundes Arbeiten“ auszustatten. Das ist für uns ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität und zur langfristigen Bindung der Generation Z an die EDEKA Minden-Hannover. (Team Gesundheitsmanagement: Fenja Leib, Sophia Leffringhausen, Mario Grotefeld)
Wo sehen Sie darüber hinaus Handlungsbedarf in Bezug auf die Azubigesundheit und Gesunde Arbeit für die Generation Z im Allgemeinen?
Obwohl die Generation Z als eine der gesundheitsbewusstesten Generationen gilt, gibt es immer noch Handlungsbedarf in Bezug auf „Gesundes Arbeiten“ für diese Zielgruppe. Wir müssen aber auch die älteren Generationen für die andere Arbeitsmotivation und -weise der Generation Z sensibilisieren. Insbesondere im Einzelhandel, wo die physischen und psychischen Anforderungen hoch sind, unterscheiden sich die Arbeitsweisen der Generationen, was zu Missverständnissen führen kann. Daher ist es uns besonders wichtig, unsere Mitarbeitenden bei der Bewältigung von Stress und psychischen Belastungen zu unterstützen – und das über alle Generationen hinweg. Darüber hinaus gilt es, die Generation Z immer wieder neu für die Arbeit zu begeistern, Freiraum für neue Ideen zu schaffen und Erfolge gemeinsam zu feiern. (Team Gesundheitsmanagement: Fenja Leib, Sophia Leffringhausen, Mario Grotefeld)
Wie bereiten Sie sich als Verantwortliche:r für Azubigesundheit auf die Generation Alpha (2012 – 2025) vor?
Die Generation Alpha wird vermutlich noch stärker auf ihre Gesundheit und das eigene Wohlbefinden achten als die Generation Z. Die Generation wächst in einer Welt auf, in der technische Geräte zum Alltag gehören. Daher werden vermehrt niedrigschwellige digitale Gesundheitsangebote und eine gesundheitsfreundliche sowie nachhaltige Arbeitsumgebung benötigt. Außerdem ist es sinnvoll, digitales Lernen kurzweiliger zu gestalten, mit dem Fokus auf Blended Learning Elementen. Zusätzlich müssen Gesundheitsangebote, wie eine gemeinsame Aktivität, um bzw. in den Arbeitsalltag integriert werden, um eine bessere Vernetzung untereinander zu fördern. (Team Gesundheitsmanagement: Fenja Leib, Sophia Leffringhausen, Mario Grotefeld)
Wo liegt für Sie der Mehrwert in der frühzeitigen Integration von Azubigesundheit in die Ausbildung? Was funktioniert hier sehr gut? Und was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen?
Seit 2019 bindet das Betriebliche Gesundheitsmanagement der EDEKA Minden-Hannover das Thema Gesundheit gemeinsam mit der MOOVE GmbH sowie in Kooperation mit Krankenkassen im Rahmen von Workshops ganz gezielt in die Ausbildung ein. Dies ermöglicht eine direkte Ansprache und Motivation der Auszubildenden. Die anschließende Social-Media-Betreuung für 12 Monate mit Gesundheitsposts zu Bewegung, Ernährung, Motivation und vielem mehr sorgt für eine nachhaltige Wissensvermittlung und -festigung. Hiermit wird ein präventiver Ansatz verfolgt: Je früher sich Auszubildende mit dem Thema Gesundheit im beruflichen Kontext auseinandersetzten, desto besser sind sie auf das noch kommende Arbeitsleben vorbereitet.
Die größte Herausforderung ist aus Sicht des Teams des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, das nachhaltige Interesse der Auszubildenden zu wecken. Außerdem ist eine Herausforderung, die Führungskräfte so weit für das Thema zu sensibilisieren, dass Sie entsprechend auf die Bedürfnisse der verschiedenen Zielgruppen eingehen können. (Team Gesundheitsmanagement: Fenja Leib, Sophia Leffringhausen, Mario Grotefeld)
Welche Anforderungen stellt die Generation Z an Sie als Arbeitgeber?
Bei den regelmäßigen Stopps an Schulen und Märkten im Geschäftsgebiet der EDEKA Minden-Hannover steht das Team unseres „EDEKA Talente Trucks“ immer wieder im direkten Austausch mit der Generation Z und stellt ganz klar fest, dass für diese Generation die Work-Life-Balance in den Vordergrund gerückt ist.
Die Gründe dafür sind ganz oft Erlebnisse, die die jungen Menschen zu Hause im eigenen Alltag gemacht haben. Eltern, die wegen des Berufes wenig zu Hause sind, und Kids, die sich dadurch teilweise als „Schlüsselkinder“ sehen. Scheidungen, Trennungen, Umzüge, durch die in einer anderen Stadt alles besser werden sollte. Und am Ende ändert sich doch nichts oder nur kaum etwas. Dadurch haben jetzt schon Freundschaftsstrukturen mit Gleichaltrigen und das Zeitmanagement für zukünftige Familienplanung mehr Gewicht als der berufliche Werdegang.
Klassische Schichtarbeit oder das Arbeiten am Wochenende wird immer unattraktiver für die Generation Z. Durch vermeintlich unflexible Arbeitszeiten und einen monotonen Rhythmus in der Tätigkeit verliert das Arbeiten im Lebensmitteleinzelhandel immer mehr an Attraktivität. Daher ist es wichtig, den Jugendlichen zu zeigen, wie vielseitig und flexibel die Arbeit im Einzelhandel ist.
Viele der Acht- bis Zehntklässler erhoffen sich von einem ein Praktikum, die vielseitigen Aufgaben im Supermarkt kennenzulernen – und in den zwei oder drei Wochen nicht nur die gleichen Bereiche zu sehen, also zum Beispiel die ganze Zeit nur im Lager zu stehen oder nur das Mindesthaltbarkeitsdatum der Ware in den Regalen zu prüfen. Wir versuchen deshalb, ihnen einen Gesamteinblick zu geben. (Team Talente Truck und Personalmarketing: Jan-Manfred Sachse/Sascha Bleeks)
Worauf sollte aus Ihrer Sicht in Zukunft der Fokus in Bezug auf Azubigesundheit und Gesunde Arbeit für die Generation Z gelegt werden?
Der Fokus sollte in Zukunft auf der Ausweitung der digitalen Angebote, die zeitlich und ortsunabhängig genutzt werden können, liegen, wie Apps oder personalisierte Angebote mittels KI. Zusätzlich sollten Präsenzangebote mit Event-Charakter, wie z. B. Bootcamps, und die Möglichkeit des Austausches und Real-Life-Netzwerkens gefördert werden. (Team Gesundheitsmanagement: Fenja Leib, Sophia Leffringhausen, Mario Grotefeld)
Was ist aus Ihrer Sicht essenziell, um die Zielgruppe adressatengerecht anzusprechen?
In der Kommunikation mit unseren Auszubildenden legen wir Wert auf die direkte Ansprache in der persönlicheren „Du“-Form. Die Texte sind zielgruppengerecht und auf Augenhöhe gestaltet, mit wenig Text und vielen Bildern und Emotionen. Dort, wo es möglich ist, nutzen wir kurze Videos. Für die Ansprache potenzieller Bewerber und um unsere Botschaften zu kommunizieren, sind wir auf den Social-Media-Kanälen unterwegs, die innerhalb der Zielgruppe genutzt werden, wie YouTube, TikTok und Instagram. Unser Ziel ist es, einen realistischen Einblick in das Unternehmen zu ermöglichen und keine falschen Versprechen zu geben. (Team Personalmarketing: Björn Petereit/Robin Heidemann)




